geistliche Chormusik
| Titel: | geistliche Chormusik |
| Datum: | Samstag, 20.11.2010 |
| Ort: | Pfarrkirche St. Josef, Weiden |
| Zeit: | 19:30 Uhr |
| Veranstalter: | Förderverein für Kirchenmusik in der Pfarrei St. Josef Weiden |
| Ausführende: | Florian Neubauer, Tenor Stefan Schultes, Orgel Astrid Karl, Basso continuo Weidener Kammerchor |
| Leitung: | Peter Pollinger |
Programm_Weiden_20.11.2010.pdf (455 KiB)
Der Neue Tag schrieb:
Mit geistlicher Musik auf Höhenflug
Konzert des Weidener Kammerchors in St. Josef: Trotz starker Konkurrenz gefragt
Weiden. (uz) Die Konkurrenz war riesig. Der renommierte Weidener Kammerchor mit Solisten musste sich am Samstagabend in St. Josef das Publikum mit dem Weltklassepianisten Grigory Sokolov teilen. Denn der spielte zur gleichen Zeit in der voll besetzten Max-Reger-Halle. Dennoch war die Resonanz auf die "Geistliche Chormusik", die der Förderverein für Kirchenmusik von St. Josef veranstaltete, enorm.
Wer bereits so erfolgreich wie der mächtige Weidener Klangkörper in der Münchner Philharmonie und im Herkulessaal der Münchner Residenz aufgetreten ist, der brauchte sich auch am Wochenende vor einem großen Namen nicht zu verstecken.
Stilsicher und festlich
Unter Leitung von Peter Pollinger baute der Kammerchor von Beginn an stilsicher eine Spannung auf, die alle Facetten von dezenter Akkuratesse bis zum festlichen Pomp abdeckte. Und die drei Solisten - Florian Neubauer mit seinem geschmeidigen und klaren Tenor, Stefan Schultes an der Orgel sowie die wandlungsfähige Astrid Karl mit ihrem Basso continuo - machten die Sache rund, was sich so dem Publikum als reizvoller Kontrast bot. "Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab" und "Verleih uns Frieden". Mit den beiden Chorstücken von Heinrich Schütz eröffnete der Kammerchor den Reigen. Bereits bei "Meine Seele erhebt den Herren" aus dem Deutschen Magnificat op. 13 Nr. 7 unterstrich der Chor, wie er mit der prachtvollen Architektur und der abwechslungsreichen Harmonik, die Schütz ihm vorgab, umzugehen verstand.
Bevor der Chor den großen Block Missa Brevis mit dem Kyrie, Gloria, Sanctus und Agnus Dei aus der Feder Kristina Vasiliauskaites interpretierte, begeisterte Stefan Schultes die Zuhörer mit einer seiner kurzweiligen, filigranen und geradezu bildhaft packenden, weil wandlungsfähigen Orgelinterpretationen.
Die Sängerinnen und Sänger bewiesen unter der Stabführung von Peter Pollinger einmal mehr fein differenzierte Dynamik sowie eine homogene Stimmführung. So auch bei Joseph Gabriel Rheinbergers "Ich liebe, weil erhöret der Herr" oder Felix Mendelssohn Bartholdys "Doch der Herr, er leitet die Irrenden recht" und "Herr sei gnädig." Die Zuhörerschaft war mit dem Gebotenen mehr als zufrieden. Packende Intensität und Klanggestaltung sowie viel geistlicher Gehalt gestalteten sich zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Starker Beifall
Als das Konzert nach 90 Minuten mit Mendelssohn Bartholdys "Richte mich, Gott" aus "Drei Psalmen" (Opus 78) zu Ende ging, hielt sich das Publikum mit Applaus nicht zurück.
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