Hommage à Duruflé

Titel: Hommage à Maurice Duruflé
Datum: So, 28. September 2008
Ort: 6. Domkonzert im Dom St. Peter zu Regensburg
Zeit: 19:30 Uhr
Veranstalter: Diözese Regensburg

Ausführende:

Mezzosopran: Gabriele Tentschert
Bass: Benjamin Appl
Violoncello: Johannes König
Orgel: Prof. Franz Josef Stoiber
Chor: Weidener Kammerchor
Leitung: Peter Pollinger
Korrepetition der Proben: Astrid Karl

Werke:

Maurice Duruflé (1902 - 1986): Suite (op. 5) für Orgel Prélude - Sicilience - Toccata

Maurice Duruflé (1902 - 1986): Requiem (op. 9) für Chor, Solisten, Violoncello und Orgel

MITTELBAYERISCHE ZEITUNG KULTUR IN REGENSBURG REKU FREITAG, 3. OKTOBER 2008 TEIL 02.

Hoffnungszeichen des ewigen Lichts


KLASSIK Domorganist Stoiber, der Kammerchor Weiden und Solisten erinnerten an Duruflé
VON GERHARD DIETEL, MZ
REGENSBURG. Mit einer „Hommage à Maurice Duruflé“ ging die diesjährige Reihe der Regensburger Domkonzerte zu Ende: In einem eher ruhig-meditativen Abend, denn im Zentrum stand Duruflés Requiem op. 9 in der Fassung mit Orgelbegleitung. Wie schon in der als Vorbild dienenden Requiemvertonung Gabriel Faurés stehen auch bei Duruflé nicht die Schreckensvisionen des Jüngsten Gerichts im Vordergrund, sondern die Hoffnungszeichen, die Visionen des „Lux perpetua“, das den Gläubigen leuchtet.
Über dem wogenden Klanggrund der Orgel, die sich zuweilen auch mit sprechenden Soloregistern zu Wort meldete, gestaltete der „Kammerchor Weiden“ unter Leitung von Peter Pollinger seinen Vokalpart mustergültig.
Der ersten „Requiem“ Intonation der Männer setzten die Frauenstimmen gleich milden Glanz hinzu; auf gregorianischen Gesängen basierende Unisonolinien verzweigten sich immer wieder zu klangsatter Mehrstimmigkeit oder - beim „Quam olim Abrahae“ - zu schmeichelnden Terzengängen.
Flehende Bitten
Dazwischen vernahm man auch weniger dramatische Ansätze: etwa bei den eindringlich flehenden Bitten des „Domine Jesu Christe“. Für zusätzliche solistische Akzente sorgten in vorzüglicher Gestaltung ihrer Partien Benjamin Appl (Bass) und Gabriele Tentschert (Mezzosopran), die beim „Pie Jesu“ vom gedeckten Gesang des Solocellos (Johannes König) begleitet wurde.
Mystisch-dunkle Klänge
Domorganist Franz Josef Stoiber hatte das Konzert zuvor mit Duruflés Suite op. 5 für Orgel eingeleitet. Aus mystisch dunklen Klängen ließ er die all mählich stärkere Bewegung des einleitenden Prélude hervorwachsen, schloss ein sanft wiegendes Siciliano mit impressionistisch schillernden Klängen an und entfaltete in der abschließenden Toccata über kraftvollen Schritten des Pedals ein wahres Tastenfeuerwerk.

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