Auferstehungssymphonie in Bayreuth
- Veranstalter:
- Internationale Junge Orchesterakademie
- Titel:
- Osterfestival 2004 Jubiläumskonzert zum 10-jährigen Bestehen
- Datum:
- 10. und 11. April 2004 um 20:00 Uhr
- Ort:
- Markgräfliches Opernhaus Bayreuth
- Sopan:
- Sabine Lahm
- Alt:
- Lucy Taylor
- Orchester:
- Internationale Junge Orchesterakademie
- Chöre:
- Weidener Kammerchor (Leitung: Peter Pollinger),
- Kammerchor Tirschenreuth (Maximilian Schnurrer),
- Chorgemeinschaft St. Georg Pressath (Richard Waldmann),
- Amberger Oratorienchor (Thomas Appel),
- Musica Vocalis Bayreuth (Manfred Hegen)
- Musikalische Leitung:
- Miguel Gomez-Martinez
- Gesamtorganisation:
- Prof. Dr. Ulrich S. Schubert
Ausführende:
Im "Nordbayerischer Kurier" schrieb Gordian Beck: "Gelungene Gratwanderung" In der ehrwürdigen Geschichte dieses Hauses dürften sich wohl nur selten mehr Menschen auf der Bühne befunden haben, als an diesem Samstagabend: 135 Orchestermusiker nebst einem eben so viel Stimmen zählenden Chor besetzten den Orchestergraben sowie den nicht gerade kleinen Bühnenraum des Opernhauses. Mahlers Auferstehungssymphonie, vor fast 110 Jahren uraufgeführt, war zum ersten Mal in Bayreuth zu hören. Damit war ein Konzerterlebnis verbunden, das die Erwartungen bei weitem übertraf. Die einfache Denkart, dass die Existenz eines Taktes mit der des Vorangegangenen begründet wird, vermittelte denn auch dem Zuhörer nahezu beiläufig die zwingende Logik dieses Werkes. So wurde beispielsweise klar, warum Mahler in den letzten Satz seiner Symphonie einen Chor eingebaut hat. Hat doch diese Symphonie nicht nur musikalischen, sondern eben auch einen religiös-programmatischen Spannungsbogen aufzuweisen. Und der wird nach der fröhlich geschwätzigen Einlassung des dritten Satzes zunächst über ein Lied und in dessen Steigerung mit einem Chorsatz aufgebaut. ...
Die Energie, die sich dann im fünften Satz im Schlussjubel des Chors und des Orchesters entlädt, wird so über eine Zeitdauer von rund 30 Minuten konzentriert aufgetürmt. Diese Spannung zu halten ist schwer und war dabei auch der beachtlichen Präzision des Chores geschuldet, der es verstand, sein gewaltiges Potenzial auch im Pianissimo zu transportieren. ...
Dass sich die Spannung im voll besetzten Opernhaus in teilweise stehenden Ovationen Bahn brach, verwundert angesichts der Klasse dieses Klangerlebnisses nicht. Dieses Konzert war zweifelsohne ein Ereignis, das man im Kopf behalten wird."
Bild: Stevens